Ein Baum als Heilpflanze: Die Eiche – kurz & knapp

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Was macht die Eiche als Heilpflanze so besonders?

Die Eiche gehört zu den alten heimischen Heilpflanzen mit langer Tradition. Verwendet wird vor allem die Eichenrinde junger Zweige. Sie gilt in der Phytotherapie als klassische Gerbstoffdroge und wird dort geschätzt, wo Gewebe beruhigt, gefestigt und geschützt werden soll.

Welche Inhaltsstoffe sind wichtig?

Phytotherapeutisch bedeutsam ist vor allem der hohe Gehalt an Gerbstoffen, auch Tannine genannt. Sie verleihen der Eichenrinde ihre charakteristische zusammenziehende Wirkung. Darüber hinaus enthält sie unter anderem Ellagsäure, Gallussäure, Pektin und Stärke.

Kurz erklärt

Die Gerbstoffe bilden auf Haut und Schleimhäuten eine trockene, schützende Schicht. So können sie Reizungen lindern, Sekretion und Juckreiz vermindern und entzündete Bereiche beruhigen.

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Wofür wird Eichenrinde traditionell eingesetzt?

Äußerlich wird Eichenrinde vor allem eingesetzt bei:

  • nässenden Hautirritationen
  • Juckreiz
  • Ekzemen
  • Insektenstichen
  • Hot Spot
  • entzündeten Schleimhäuten in Maul und Rachen
  • Zahnfleischbluten
  • Reizungen im Anal- und Genitalbereich

Innerlich kommt sie traditionell vor allem bei Verdauungsstörungen mit Durchfall zum Einsatz.

Wie wird Eichenrinde angewendet?

Äußerlich wird sie meist als Sud für Waschungen, Spülungen oder Umschläge eingesetzt. Die behandelten Stellen sollten anschließend gut an der Luft abtrocknen. Innerlich kann Eichenrinde als Pulver oder als Tee verabreicht werden.

Welche Rolle spielt die Eiche als Nahrungsbaum?

Für viele Wildtiere ist die Eiche auch ein wichtiger Nahrungslieferant. Entbitterte Eicheln werden zum Beispiel von Rot- und Schwarzwild, Tauben oder Eichhörnchen gefressen. Auch Pferde nehmen mitunter Eichenblätter, Knospen, Rinde oder Eicheln auf.

Eiche Tabelle Dosierung

Dosierungsangaben für Eichenrinde – siehe Grafik

Hinweis: 1 TL zerkleinerte Eichenrinde entspricht ca. 3 g. Für die Zubereitung eines Tees wird 1 Teil Eichenrinde mit 10 Teilen Wasser 15–20 Minuten gekocht.


Äußerliche Anwendung als Sud

Eichenrindensud für Umschläge, Spülungen und Waschungen: 1 Teil Eichenrinde mit 50 Teilen Wasser ansetzen, 15–20 Minuten kochen und anschließend abseihen.


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