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Der Kräutergarten am Firmensitz in Rheinland-Pfalz:
Vorbild und Schule für unsere Ernährungskonzepte
Veränderte Lebensgrundlagen
Wäre die Natur noch intakt, gäbe es artenreiche Wiesen und Weiden mit vielfältigen Pflanzen. Nutztiere würden artgerecht ernährt, und auch Hunde- und Katzenfutter bestünde aus natürlichen, nährstoffreichen Zutaten. Zusätze wie Kräuter wären kaum nötig.
Doch die Natur hat sich stark verändert. Früher wuchsen auf einer Weide 50 bis 80 Pflanzenarten, heute oft nur noch etwa zehn. Pferde grasen meist auf artenarmen Flächen mit energie- und eiweißreichen Gräsern, deren Nährstoffangebot sie häufig nicht vollständig verwerten können.
Lange galt das Pferd als Steppentier, da Steppen von Gräsern geprägt sind. Tatsächlich sind Steppen jedoch vielfältige Lebensräume mit Bäumen, Sträuchern und Kräutern. In Mitteleuropa entwickelten sich Pferde vor allem in strukturreichen Waldlandschaften.
Diese Lebensräume bestehen aus einem Mosaik an Wiesen, Hecken, Gewässern und Wäldern. Entsprechend vielfältig ist das natürliche Futterangebot aus Gräsern, Kräutern und Gehölzen.
Wer Pferde gesund ernähren will, sollte daher weniger auf Kraftfutter schauen, sondern auf die Qualität von Weide und Heu – und die Landschaft als Ganzes verstehen.
Hier setzt die Pflanzensoziologie an, ein Teilgebiet der Botanik. Sie untersucht, welche Pflanzen gemeinsam vorkommen, welche Standortfaktoren sie prägen und welche Funktionen sie erfüllen. Veränderungen von Boden, Nährstoffen oder Nutzung beeinflussen direkt die Pflanzenvielfalt und damit auch die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe.
Ziel ist es daher, durch gezielte Gestaltung – im Landschaftsgarten in dem hinteren Gartenbereich der Gödenrother Gärten – verschiedene Wiesentypen abzubilden und die Ökosysteme die wir in den Landschaftsmischungen darstellen nachzubilden. Sie bilden die Flora spezieller Regionen nach, daher entstehen von der Natur abgeschaute Rezepturen.
So stehen die Ostpreußen Kräuter mit ihren bitteraromatischen Kräutern für die Feuchtwiesen Trakehnens und sorgt mit ihren Aromaten für eine stabile Darmflora, was jetzt zur Anweidezeit für die Pferde besonders wichtig ist.
Die Schwäbisch Alb-Mischung bildet die Kalkmagerrasen der Alb nach. Dort wachsen Überlebenskünstler, die zu ihrem eigenen Schutz zahlreiche ätherische Öle ausbilden. Sie unterstützen die Atemwege und stärken das Immunsystem.
Die Lüneburger Kräuter stehen für die mageren Heideböden. Dort wachsen die Pflanzen, die die Wunden in der Natur heilen, die der Mensch der Landschaft zugefügt hat. Denn die Heide ist eine durch Menschen geschaffene Landschaft. Die Heideflora stärkt den Stoffwechsel und unterstützt die Ausleitung.
Der Klostergarten hat kein spezielles therapeutisches Konzept, sondern steht mit 28 Kräutern für Vielfalt, um Vielfalt in die Monotonie der Ernährung zu bringen und um über diese Vielfalt für eine breit angelegte Darmflora zu sorgen und so das Immunsystem zu stärken und zu stabilisieren.
Gödenrother Gärten
Diese Gartenlandschaft bildet ein Zentrum in der Arbeit von PerNaturam. Wir sehen hier, wie Pflanzen wachsen, sich entwickeln und sich vermehren, welche Probleme sich bei einzelnen Pflanzenarten zeigen und wie sich Umwelteinflüsse auf Wachstum und Pflanzen-Entwicklung auswirken.
Hier ist unser Labor, unser Entwicklungszentrum, unsere Rezepturentwicklung. Hier findet der Dialog mit der Natur statt. Der Garten hilft uns, die Gegenwart zu verstehen und darauf reagieren zu können und um in der Zukunft neue angepasste Rezepturen entwickeln zu können. Er steht für unser Selbstverständnis und für unsere Philosophie. Im Garten geht es uns darum, der Natur etwas zurückzugeben und zu danken und auch darum, unserer Seele etwas Gutes zu tun.
Wir laden herzlich ein zu regelmäßigen Gartenführungen, Veranstaltungen oder einem spontanen Besuch – der Garten ist rund um das Jahr geöffnet, barrierefrei und mittels App jederzeit interaktiv erkundbar. Die Gödenrother Gärten


